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Landesverband Saarländischer Imker e.V.
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Wenn Hornissen angreifen, wissen Bienen sich zu wehren: Sie rauben ihrem Gegner die Luft. Wie das funktioniert, haben Forscher jetzt nachgewiesen.
Bienen können ihre Feinde bis zum Exitus bedrängen
Eine höchst ungewöhnliche Methode der Feindabwehr haben Honigbienen auf Zypern entwickelt: Sie umringen und bedrängen angreifende Hornissen so lange, bis diese ersticken. Das berichten Biologen im Fachjournal „Current Biology“. Die Bienen blockieren mit ihren Körpern die Atemöffnungen Orientalischer Hornissen (Vespa orientalis) an deren Hinterteil. „Sie haben anscheinend die Achillesferse entdeckt“, erklärt Alexandros Papachristoforou von der Aristoteles-Universität in Thessaloniki.Die Orientalische Hornisse gilt im südlichen Europa als einer der schlimmsten Imkereischädlinge. Die Räuber fangen Bienen am Flugloch ab und dringen sogar in die Stöcke ein, um deren Honig zu rauben. Dass sich Honigbienen um Eindringlinge ballen, sei zuvor schon entdeckt worden, schreibt die Gruppe um Papachristoforou. Dies geschehe immer dann, wenn die Abwehr mit dem Stachel nicht möglich sei – beispielsweise bei Insekten mit hartem Außenpanzer. Ziel sei meist, den Angreifer bis zum Hitzetod „hochzuheizen“.
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Elefanten haben Angst vor BienenDas Summen von Bienen schlägt Elefanten in die Flucht. Diese neuen Forschungserkenntnisse sollen auch dem Menschen von Nutzen sein.
Summen schlägt Elefanten in die Flucht
„Fast die Hälfte der untersuchten Herden fingen innerhalb von zehn Sekunden an, sich wegzubewegen“, berichtet die Zoologin Lucy King von Experimenten in Kenia, bei denen Wissenschaftler die Tiere mit Aufnahmen summender Bienenschwärme konfrontierten. Die Forscher von der Universität in Oxford veröffentlichen ihre Ergebnisse im Fachmagazin „Current Biology“. Die Wissenschaftler hatten 17 Elefantenfamilien in Kenia mit Aufnahmen von summenden Bienen konfrontiert. Innerhalb von 80 Sekunden hatten 16 der 17 Familien daraufhin ihren Ruheplatz unter Bäumen verlassen. „Wir sind nicht überrascht, dass die Elefanten auf das bedrohliche Geräusch der aufgescheuchten Bienen reagieren“, sagt King. „Aber wir sind überrascht, wie schnell sie reagieren, indem sie weglaufen.“ Chemikalie macht junge Bienen gefügigDie Bienenkönigin sorgt dafür, dass ihre persönlichen Pflegerinnen ihr stets gewogen bleiben. Sie sondert eine Chemikalie ab, die gezielt das Lernen aus negativen Erfahrungen blockiert.
Die Königin ist der Mittelpunkt im Stock
Die Königin verbessert durch diese Strategie ihre Überlebenschancen, schreiben Vanina Vergoz und ihre Kollegen von der Universität von Otago in Neuseeland in der Fachzeitschrift „Science“. Die Duft-Gehirnwäsche wirkt ausschließlich bei jungen Tieren, die für die Pflege und die Versorgung der Königinnen zuständig sind. So wird verhindert, dass die Tiere aggressiv reagieren. Verantwortlich für den Effekt ist die Chemikalie Homovanillylalkohol, kurz HVA. Sie ist Bestandteil eines komplexen Duftcocktails, der Königinsubstanz oder QMP genannt wird. Dieses Pheromon ist das Geheimnis der Regentschaft der Bienenkönigin. Damit steuert sie gleich mehrere Vorgänge in ihrem Stock. HVA verhindert unter anderem, dass die Arbeiterinnen Eierstöcke ausbilden und blockiert die Entwicklung weiterer Königinnen. Außerdem ist es für die Beeinflussung des Dopamin-Signalwegs im Gehirn verantwortlich. Dopamin spielt beim Lernen eine wichtige Rolle.
Junge Bienen versorgen die Königin Um herauszufinden, wie sich die Chemikalie auf das Verhalten auswirkt, gaben die Forscher sechs Tage alten Tieren einen schwachen Elektroschock, wenn diese etwa an einem Tropfen Zuckerwasser zugange waren. Diese zeigten ihre Aggressivität, indem sie den Stachel ausfuhren. Standen die Bienen unter dem Einfluss der Königinsubstanz, reagierten sie später wieder neutral auf das Zuckerwasser. Die anderen hatten aus ihrer Erfahrung gelernt und reagierten überwiegend aggressiv. Auf die positiven Erfahrungen hatte der Duftcocktail hingegen keinen Einfluss. Auch trat die Lernblockade nur bei ganz jungen Bienen auf. Das mache durchaus Sinn, schreiben die Wissenschaftler. Denn Honigbienen werden im Gegensatz zu Ameisen nicht in eine Kaste hineingeboren, der sie ihr Leben lang angehören. Sie durchlaufen vielmehr unterschiedliche Phasen, in denen sie verschiedene Aufgaben haben. So versorgen die jungen Bienen die Königin und verteilen die Königinsubstanz unter den anderen Arbeiterinnen. Allerdings kann das Pheromon in hohen Dosierungen auch negative Nebenwirkungen haben. Durch die Lernblockade entwickeln die jungen Bienen keinen Widerwillen gegen das QMP oder die Königin und arbeiten fleißig weiter. Die ältesten Bienen sind dagegen für die Futtersuche zuständig, etwas jüngere für Bau und Verteidigung des Stocks. Hier ist Aggressivität erwünscht. Mit Bienen gegen BombenMit Honigbienen wollen die USA in den Krieg gegen den Terror ziehen. Die dressierten Insekten sollen wie Spürhunde Bomben erschnüffeln.
Militärwissenschaftler haben eine Methode entwickelt, um Honigbienen zu trainieren, damit diese Sprengstoffe entdecken. Das teilt das Nationallabor in Los Alamos mit, in dem schon die erste Atombombe gebaut wurde. Das Bienenheer soll nach Vorstellung der Forscher eine der wichtigsten Waffen im Kampf gegen Sprengfallen und versteckte Bomben werden, die US-Soldaten auf Auslandseinsätzen bedrohen. Lebende Detektoren Quelle: http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/ |
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