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Bienengesundheit 

 

Aktuell neuer Faulbrutsperrbezirk in Fechingen! 26.09.2011

Amtliche Bekanntmachung aus dem SBR Wochenspiegel

Aktuell neuer Faulbrutsperrbezirk in Saarbrücken Uni November 2011

Amtliche Bekanntmachung aus dem SBR Wochenspiegel

Erweiterung Faulbrutsperrbezirk im Köllertal 2011

Karte

Faulbrutsperrbezirk in Heusweiler seit Juli 2011

Karte

Artikel von Dr. Elke Genersch Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf:

"Amerikanische Faulbrut: Oft anders als im Lehrbuch"

mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Bienen-Journals, Kopien nur mit Genehmigung der Redaktion:

Deutsches Bienen-Journal

Wilhelmsaue 37

10713 Berlin

Auf Einladungder Universität des Saarlandes      unilogo

in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Saarländischer Imker e.V.
sind alle Imker, Bieneninteressierte und Veterinäre herzlich eingeladen aber auch „fachfremde Interessierte“!

Vortrag von Frau Dr. Elke Genersch
(Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf)

Sa., 11. Februar 2012,
16:00 Uhr

im Hörsaal 02,
Gebäude B2.1 (Europainstitut) an der Universität des Saarlandes,
Campus, 66123 Saarbrücken

Amerikanische Faulbrut: Oft anders als im Lehrbuch

Anders als in der Fachliteratur beschrieben, kann auch hinter einem einwandfreien Brutnest Faulbrut stecken. Dr. Elke Genersch fasst Erkenntnisse zu dieser Brutkrankheit zusammen, die am Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf gewonnen wurden und stellt sie in Zusammenhang mit Imkerei und Veterinärmedizin.
Seit der Erreger der Amerikanischen Faulbrut im Jahr 1906 zum ersten Mal beschrieben
wurde, konnten mit Weiterentwicklungen in der Mikrobiologie viele neue Erkenntnisse über den AFB-Erreger gewonnen werden. Seit 2006 wird er Paenibacillus larvae (P. larvae) genannt und kann nach den neuesten Ergebnissen in zwei genetisch unterschiedliche Formen eingeteilt werden, ERIC I und ERIC II. ERIC I erfüllt das bisher dogmatisierte klinische Bild: Larven infizieren sich durch Aufnahme von sporenbelastetem Futter. Infizierte Larven sterben im verdeckelten Stadium und werden noch unter dem dann eingefallenen, löchrigen Zelldeckel zu einer fadenziehenden Masse zersetzt, die zu Faulbrutschorfen eintrocknet.
ERIC II ist anders: Fast 90 % der erkrankten Larven sterben innerhalb der ersten sechs Tage nach der Infektion, also vor der Verdeckelung!  In der Praxis kann die Infektion eines Volks mit diesem Genotyp längere Zeit unentdeckt bleiben, da die Ammenbienen fast alle erkrankten Larven ausräumen. Nur ca. zehn Prozent der Larven überleben lange genug, um das faulbruttypische Klinikbild zu erzeugen. Diese bleibt aber eben wegen der geringen Dichte dieser Zellen lange unentdeckt, unter Umständen vergehen Jahre der Verbreitung der Faulbrutsporen in der Umgebung durch Verflug, Schwärmen, Verkauf und Wandern.
So haben die Ergebnisse, die Frau Dr. Genersch vorstellen und interpretieren wird, direkte Bedeutung für die imkerliche Praxis und die Veterinärmedizin.   

Parken und Vortrag sind kostenfrei.

 

 

Faulbrut ist heilbar- Vorstellung eines modernen Sanierungsverfahren

Ein Beitrag von Guido Eich

Bienenzuchtberater

Laves- Institut für Bienenkunde Celle